Gebraucht DSLR - Lohnt das?

Amphynox

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#1
Moin Moin in dir Runde,

ich stoße in letzter Zeit mit meiner Handy Kamera auf die Kapazitätsgrößen.

Ich suche eine gebrauchte DLSR-Kamera, die auch bei nicht so viel Licht noch einigermaßen gute Fotos macht. Bei Ebä fangen die Kamera-Sets (incl. Standartobjektiv) bei so 100€ an. So bis 150€ wären drin.
Nur habe ich absolut keinen Schimmer, das ganze ist super kompliziert (wirkt es auf mich) und zudem weiß ich nicht, worauf ich achten soll.

Ich kaufe viele meiner Geräte inzwischen gebraucht bzw. mit Absicht ältere Modelle, weil man da viel Geld sparen kann. Andersherum gibt es auch Sachen (z.b. Software-Updates bei Handys) wo es sich ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr lohnt. Wie sieht es bei Kameras aus?

Könnt ihr mir da weiterhelfen?

Gruß Lukas
 

Amari

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#2
Also an sich lohnt es auf jeden Fall gebraucht zu kaufen. Gerade bei Objektiven. Bei dem Body kommt es immer darauf an wie viele Auslöser der hat, da der Verschluss mechanisch ist und damit ein Verschleißteil...bestimmt quasi die Lebensdauer der Kamera. Das kommt aber meist eher zu tragen bei den teureren Kleinbildformaten die vorher vielleicht ein Fotograph verwendet hat oder eben bei Modellen die Steinalt sind. Musst du etwas nach schauen ob das Kameras sind die im Schrank lagen oder stark benutzt worden sind.

Was den Preis angeht wirst du mit 150 Euro eh keine großen Sprünge machen. Bei Canon gibt es da nur die ganz kleinen Modelle. Zum Verständnis, es gibt mehrere Serien die sich neben den Features vor allem in der größe Unterscheiden. Die EOS mit einstelliger Nummer sind relativ groß, so wie man es beim Photographen kennt, bzw. wie man sich eine DSLR eben vorstellt. Die zweistelligen sind auch noch sehr handlich haben aber kleinere Sensoren. Bei den 3 stelligen fangen dann die günstigen Modelle an, die auch super Bilder machen, aber etwas niftlich sind von der Handhabung. Dann hat Canon irgendwann noch 4-stellige EOS eingeführt, die sind dann wirklich klein...und genau diese Modelle wirst du bei ebay in deinem Preisbereich finden. Vielleicht schaust du dir das mal im Geschäft an, rein von der Handlichkeit her.
Falls du mit etwas Glück eine EOS 650d finden solltest die preislich nicht zu teuer ist, dann dürftest du damit schon viel Spaß haben...je nach Objektiv natürlich.
 

anjaw

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#3
Das gleiche gilt auch für Nikon und die anderen Hersteller.
Was ich dir auf jeden Fall empfehlen würde, dass du in einen Laden gehst und mal die Kameras anfasst und Testbilder machst.
 

Roknix

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#4
Kamera Bodys gebraucht kaufen ist halt ein Risiko. Man weiß ja nicht, was die Kamera schon so alles durch gemacht hat. Die Auslösungen sind zumindest ein Anhaltspunkt. Bei 150 EUR wirst du leider nicht all zu großes kaufen können. Die Frage ist ja auch, was soll die Kamera können? Gibt es Funktionen die du unbedingt brauchst.

Reichen die Basics wirst du aber in den Preisbereich sicher fündig.

Denke mehr als eine Einsteigerkamera ist da nicht drin. Also z.B. die vierstelligen Modelle von Canon. Kit Objektive sind für den Anfang i.O.
 

Amphynox

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#5
Danke für eure Antworten. Also ich nehme schon Mal mit: Es lohnt sich auf jeden Fall, sich damit zu beschäftigen. Risiko ist immer dabei, aber ansonsten wäre es ja langweilig (und man könnte nicht sparen) :)

Ich beteilige mich seit kurzem an einem Projekt zu Erhaltung "ausgestorbener" Arten (Kleinere Fischarten, deren (tropischer) Lebensraum zerstört wurde). Dazu gehört eine gewisse Dokumentation. Leider sind die Becken am ehesten mit schwarzem Tee bzw. Kaffee zu beschreiben. Da ist mit der Handykamera nichts zu holen, viel zu dunkel.

D.h. ich brauche eine Kamera, die
1. (Manuell) schnell auslöst
2. Auch bei dunkleren Motiven akzeptable Bilder schießt.
+ Kleinere Videos in akzeptabler Quali wären ein großes Plus.


Ansonsten bin ich der klassische Gelegenheitsnutzer, Kamera wird eingesetzt bei Ausflügen, Familienfesten, Urlaub. Also funktionieren wenn man es braucht, Idealwerte noch eine Weile.

Profiambitionen habe ich keine.
Jetzt wäre für mich die Frage, ob ich mit den Anforderungen hin komme, bzw. welcher Investionsbetrag Ist sinnvoll?

Ich habe meiner Freundin vor Jahren mal eine (mehr geraten als gewusst) Nikon d3100 geschenkt, die gefiel mir auch immer sehr gut.

Gruß Lukas
 

Amphynox

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#6
Danke übrigens für den konkreten Vorschlag @Amari. Danach kann ich direkt suchen.

@All
Was ich vergessen habe: Bis wie viel Auslöser ist eine Kamera "noch in Ordnung" bzw. ab wann lässt man besser die Finger davon?
 

Amari

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#7
Das gibt der Hersteller oft an. Bei den 3-stelligen sind das glaub ich irgendwas zwischen 100.000 und 150.000. Bei den Einstelligen weiß ich es gerade nicht, die hatten aber immer etwas mehr.

Und da ich immer nur von Canon rede; mit den Modellreihen kenne ich mich einfach grob aus, Nikon, Canon und mittlerweile auch Sony sind absolut gleichauf in der Preisklasse. Die Exoten lasse ich mal bewusst weg, da diese eh erst bei mehreren 1000 anfangen.

Das die Kamera schnell auslöst hat zum Großteil mit dem Objektiv zu tun. Lichtempfindliche Objektive (sprich die wo die f/xx zahl möglichst niedrig ist) erlauben den Kreuzsensoren/Liniensensoren natürlich ein schnelleres Scharfstellen. Dazu kommt der Motor für den Autofokus, da entscheidet auch oft der Preis über die Schnelligkeit. Aber wenn du manuell Fokussieren kannst/willst dann ist das alles nicht erheblich, da löst die Kamera eh mehr oder weniger sofort aus.
 

Egoim

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#8
Ich habe neulich in der Bucht eine Canon 600D für 80 Euronen gesehen. Mit einem Kitobjektiv. Sowas wäre denke ich eine gute Idee
 

Roknix

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#9
Ich frage mich bei den Anforderungen, ob es überhaupt eine DSLR/DSLM sein sollte. Bei schlechtem Licht machen die zwar bessere Fotos (größerer Chip) Aber ansonsten macht es eigentlich nur wirklich Sinn, wenn man die Kamera auch als solche nutzen will. Also Manuell oder Halb-Automatisch. Es gibt aber auch Kompaktkameras/Bridgekameras mit Zoll- oder APS-C Sensor. Die im Dunkeln auch ganz gut performen.

Für die genannten Anwendungsbereiche langt das allemal. Außer du meinst mit Manuell, dass du Blende, Zeit und ISO Manuell einstellen willst. Auch die können schnell Fotos machen. Bei Dunkeln Motiven haben auch neue Profi DSLR/DSLM Probleme, schnell scharf zu stellen.

Auch Kompaktkameras können schöne Fotos machen. Eine DSLR/DSLM ist eigentlich nur im Vorteil, wenn man selbst mehr Kontrolle will und man weiß was man macht (Ähnliche Chipgröße Vorausgesetzt). Naja und DSLR/DSLM können eigentglich immer RAW. Was nicht jede Kompaktkamera kann. Das ist gut für die Nachbearbeitung, da mehr Informationen vorhanden sind.

Eine offene Blende kann zudem zu Problemen mit der Scharfstellung führen (Bei APS-C - In dem Preissegment bewegen wir uns). Also ein Objektiv mit einer großen Offenblende ist nicht immer schneller. Gerade Canon hat im Einsteigersegment Probleme mit seinen Kreuzsensoren bei Hoher Offenblende <f/2.0 Kenne das von meiner 750D

Ansonsten ist für eine schnelle Auslösung natürlich auch die Blendenzahl (also mehr Licht) gut. Grund ist, dass die Belichtungszeit sinkt, was Verwackler vermeidet. Muss man halt nen Auge drauf haben oder ISO hoch schrauben. Aber es gibt auch Kompaktkameras mit großer Offenblende bei großen Chip.
 
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kingspride

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#10
vielleicht wäre auch einfach ne softbox ne option? bei Licht für Fotos hilft viel meistens viel ...
 

Amari

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#11
Eine offene Blende kann zudem zu Problemen mit der Scharfstellung führen (Bei APS-C - In dem Preissegment bewegen wir uns). Also ein Objektiv mit einer großen Offenblende ist nicht immer schneller. Gerade Canon hat im Einsteigersegment Probleme mit seinen Kreuzsensoren bei Hoher Offenblende <f/2.0 Kenne das von meiner 750D
Das stimmt so nicht ganz. Die Kreuz und Liniensensoren sind vom Licht abhängig wobei ein Lichtstarkes Objektiv natürlich auch die Scharfstellung verbessert. Es ist also Blödsinn zu sagen das die Sensoren mit der Offenblende nicht klar kommen. Es muss dem Photografen natürlich klar sein das die Tiefenschärfe abnimmt und der Punkt auf den man fokussiert entsprechend kleiner wird ;) Ich fotografiere irgendwie aus Gewohnheit nur mit dem Kreuzsensor in der Mitte. Die anderen habe ich immer deaktiviert. Lässt sich so viel leichter und genauer zielen.
 

Roknix

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#12
Najo bei den Sensoren der 750D ist es durchaus auffällig, dass er sehr stark mit dem Pumpen anfängt bei blende kleiner als 2. Selbst mit Stativ und klar erkennbaren Objekt. Dabei sind alle Fokuspunkte dort bereits Kreuzsensoren. Das wird aber häufiger bei APS-C Kameras von Canon berichtet, wenn Sie mit VF/KB (EF) Objektiven verbunden werden, die eine sehr großen Offenblende haben. Bei VF/KB Kameras soll es das Problem nicht geben.

Das passiert da immer so um die Blende <f2.0. Manchmal sitzt der Fokus aber auch sofort. Das mag eher Technische Gründe haben (EF -> EF-S), aber dennoch tritt es auf und die EF-Objektive haben halt meist die größere Offenblende.
 
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Amari

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#13
Hat aber einen anderen Hintergrund ;)
Wenn alle Sensoren aktiv sind ist es fast unmöglich bei offener Blende > damit wenig Tiefenschärfe, alle Sensoren zu "befriedigen" gerade die am Rand werden niemals scharf stellen können weil Ränder bei offenblende allgemein nie scharf sind wenn du mit der Mitte irgendwo hin fokusieren willst. Deswegen muss man das der Kamera auch entsprechend mitteilen, das meinte ich weiter oben damit das ich idr nur die zentrallen Fokuspunkte verwende. Was auch noch geht ist mittenbetont Gewichtet. Muss man eben mit rumspielen und sein Equipment kennen lernen, jeder Body mit jedem Objektiv verhält sich unterschiedlich und man muss rausfinden was funktioniert und was nicht, dann kommen auch gute Bilder bei raus. ;)
 
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