LWL Gebäudeverbindung Hardware

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#1
Hallo,

Ich habe hier mehrere Gebäude die bisher autonom waren.
Jetzt soll eine Verbindung zwischen den Gebäuden eingerichtet werden.
Die Entfernung beträgt ~50-60m einmal durch den Garten.
Ich möchte dazu aus meheren Gründen Glasfaserkabel in einem Rohr verwenden.
Im Hauptgebäude existiert ein HPE OfficeConnect 1920 Switch mit SFP Ports.
Da dies meine erste Glasfaserstrecke ist stellen sich mir nun eine Reihe von Fragen:
  • Ist SFP genormt (I.e. kann ich davon ausgehen dass ein Modul auf dem SFP draufsteht auch in meinem Switch funktioniert, egal welcher Hersteller) ?
  • Muss ich außer auf gleiche Stecker und Wellenlänge noch auf etwas anderes achten ?
  • Ich möchte mir die Option offen halten später über das Kabel auch mal 10, 40 oder 100GBit fahren zu können. Wäre das unten verlinkte Kabel geeignet ?
  • Würde z.b. folgendes Setup funktionieren ?
Transceiver(2x):
J4858C-C
Erdkabel:
vorkonfektioniertes Universalkabel 04 Fasern 50/125µm OM3 2x4 LC-Stecker
Medienkonverter (Haus 2):
10/100/1000 Gigabit SFP LWL-Medienkonverter, Unmanaged LWL zu Kupfer LWL Konverter mit SFP Slot

Danke schonmal im Vorraus,
Thalhammer
 

kingspride

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#2
ich habe das so gelernt, dass die SFP Transciever mit dem Switchhersteller zusammenpassen müssen. dh. da stand dann bei, "HP kompatibel" oder "Enterasys / Extreme kompatibel" o.ä.
Der Port ist aber genormt.
Kabel und Transciever müssen den gleichen Typ haben (single oder multimode) und die Transciever natürlich gleiche Wellenlänge.
ansonsten müsste es dem Kabel egal sein, wie viel gbit darüber gehen.
 

marcasww

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#3
Hallo,

was ich dir einmal empfehlen würde, einmal bei mcl.de im Chat nach dem passenden Modul Fragen und wo anders kaufen.
Die geben dir dann einen Link in ihrem Shop für das richtige Modul.
Auf dieser Seite hast du dann den richtigen Code.
Es passen auch andere Module, aber in dem Systemlog, welcher sich immer nach 15 Sekunden aktualisiert, können diese als nicht kompatibel angezeigt werden. Das kann passieren.
Bei dieser Länge wäre es eine Multimode Verbindung.
Das wäre das richtige Kabel dafür.
Lass aber bloß die Kappen drauf, da du sonst Probleme bekommen kannst, wenn du die Kappen zu früh abnimmst.
Hier können Staub und Schmutz eindringen, was zu einer Dämpfung und Übertragungsfehler führt.
Auf den Medienkonverter kann man verzichten, da der Officeconnet diese Verbindung selbstständig umwandelt.

Deine den HPE 5120 und 5130 müssen diese Ports aktiviert werden, das muss man aber einmal in dem Handbuch nachlesen.

Grüße
Marcel
 
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#4
Auf den Medienconverter kann ich leider nicht verzichten, da ich den HP Switch nur im Hauptgebäude habe. Im Nebengebäude gibt es nur eine Fritzbox, (Welche dann umkonfiguriert wird als Accesspoint). Daher brauch ich im Nebengebäude den Konverter.
Der Tipp mit dem Chat is ne gute Idee, das werd ich definitv mal versuchen.
 

marcasww

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#5
Ah okay, ich bin einmal davon ausgegangen, das in beiden Gebäude ein HPE.
Den brauchste dann auf jeden Fall.
Das mache ich auch manchmal, da wir bei manchen Switche in der Firma noch kein SFP Modul haben.
 

Amari

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#7
@kingspride hat dir eigentlich schon das wichtigste beantwortet.
SFP ist mechanisch genormt, nur ob die Herstellersoftware jeden Transceiver annimmt, ist eine andere Sache. Die Hersteller verkaufen meistens eigene, die etwas teurer sind. Aber es gibt auch viele 3. Hersteller die dann teilweise auch unterschiedliche Versionen für unterschiedliche Hersteller haben. Such auf amazon oder ebay einfach mal nach 10gtek z.B. Findest du recht viel. Und multimode 850nm, falls du drüber stolpern solltest.

Mit dem Kabel, habe ich den Preisvergleich nicht. Kann dir also nicht sagen ob du es woanders günstiger findest oder nicht. Aber nimm doch gleich OM4, das scheint genauso viel zu kosten.
 

Amari

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#8
kupfer ist keine Option? wäre ja mit 60m durchaus möglich.
Potentialausgleich und so. Ich würde es nicht machen. Gerade bei Blitzeinschlägen gehen die Sachen dann schnell kaputt. Im schlimmstenfall Brandgefahr.

Aber Richtfunk würde gehen, wenn wir schon bei Alternativen sind :D
 
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#9
Wie von Amari schon erwähnt möchte ich Kupfer unter anderem wegen Potentialausgleich nicht verwenden (unser Haus hat eine Solaranlage was das Potential erfahrungsgemäß auch schnell mal bisl "verschiebt").

Zum einen bin ich allgemein kein Fan von Funk, weil unzuverlässig,
Zum anderen müsste ich für ne Richtfunkstrecke auch an die Gebäude außenwand und wenn ich schon da bin kommts auf die 15m zum Nebengebäude auch nicht mehr an.
Und wie gesagt möchte ich mir in Absehbarer Zukunft die Option auf 10G offen halten.

Für Kupfer gibt es zwar scheinbar Geräte um das zu entkoppeln aber da hab ich kein Vertrauen drauf und es geht scheinbar auch nur bis GBit.
Der Preis is nicht so das Problem, eher ob ich nichts gravierendes übersehen hab, was ich scheinbar nicht hab, also danke ich schonmal für die schnelle Bestätigung/Fragebeantwortung.

BTW: Laut Ankündigung wurden die Accounts vom Computerforum übernommen aber irgendwie gab es meinen nicht mehr, kann es sein dass der nicht übernommen wurde wenn man sich ne Weile (~3Jahre) nicht eingeloggt hat ?
 

Amari

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#10
Hi, ja wir haben alte Accounts nach Beitragszahl und Aktivität sortiert. Es kann durchaus sein das da deiner mit erwischt wurde. Zum Glück hast du trotzdem auf die neue Domain gefunden :)

Funk war eher ein Joke. Aber mit der Zuverlässigkeit muss ich dir widersprechen. Es gibt Lösungen, die genau für solche Einsätze gedacht sind. Die sind dann auch stabil da wirklich nur Punkt zu Punkt mit hochwertigen Antennen. Hat mit normalen APs dann nichts mehr zu tun. Aber bei deiner Strecke macht Kabel schon Sinn, wenn du es verlegt bekommst. Außerdem willst du dir ja 10G Rückhalten.

Gravierendes fällt mir jetzt an sich nichts ein, wenn du nun noch die richtigen Leerrohre nimmst mit Kiesbett usw. :)
 
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