[Review] MS-Tech Crow S1 - Kabelmanagement in Perfektion

DarknessFalls

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MS-Tech aus dem münsterländischen Bocholt arbeiten seit geraumer Zeit stetig daran, den in der Vergangenheit arg ramponierten Ruf als Hersteller billiger Rechnerkomponenten nachhaltig aufzuarbeiten. Besonderer Fokus liegt hierbei auf den Gehäusen, konkret auf der "Crow"-Serie: Hier wusste bisher jedes von uns getestete Gehäuse voll zu überzeugen, sei es das krawallige Gaminggehäuse X3, das schlichte und (unbeworben!) gedämmte X7, oder das kompakte Sandwich-Gehäuse Q1/B. Alle drei Gehäuse heimsten völlig zurecht einen Award ein und zementierten den sehr guten Ruf der Crow-Serie.


Als nächsten Streich schickt MS-Tech ab sofort das Crow S1 ins Rennen, dessen sachliches Äußeres deutliche Parallelen zu Fractal Design Define, Thermaltake Suppressor oder Antec P280 aufweist. Wie weit diese Ähnlichkeiten gehen und wie der jüngste MS-Tech-Spross sich gegen diese starke Konkurrenz schlägt, wollen wir im Folgenden klären.

Wir bedanken uns bei MS-Tech für die Bereitstellung unseres Pressesamples!


Erster Eindruck / Außenbetrachtung:

Das MS-Tech Crow S1 wird in einem naturfarben belassenen und schwarz bedrucktem, stabilen und gut ausgepolsterten Karton geliefert. Das 290 x 507 x 530mm (BxHxT) messende Gehäuse ist vollständig in mattem Schwarz gehalten und bringt 8300g Kampfgewicht auf die Waage.




Die Front wird von einer glattflächigen, in der Optik mattschwarzem, gebürstetem Metalls gehaltenen Tür dominiert, die zuverlässig magnetisch verschlossen gehalten wird. Öffnet man diese schallgedämmte Tür, erlangt man Zugriff auf zwei Schächte für 5 1/4''-Geräte sowie einen großflächigen, herausklickbaren Luftfilter und zwei jeweils dreistufige Regler für die integrierte Lüftersteuerung.


Hinter dem kinderleicht zu entfernenden und dennoch fest und sicher montierten Luftfilter sind ab Werk zwei 120er Lüfter verbaut. Auf den ersten Blick gar nicht ins Auge fallend, dann jedoch aufgrund der ungewöhnlichen Farbwahl umso auffälliger ist der Crow-Schriftzug, der auf dem unter der Tür hervorspringenden Fuß des Gehäuses in glänzendem Schwarz seitlich versetzt aufgebracht ist - glänzend Schwarz auf Mattschwarz wirkt der Schriftzug einfach edel.

Im vorderen Bereich des Gehäusedeckels sind die Bedienelemente des Crow S1 angebracht. Von links nach rechts befindet sich hier der Powerbutton nebst integrierter blauer LED, die rote LED für HDD-Aktivität, die Mikrofon- und Headset-Buchsen, jeweils zwei USB2.0 und USB3.0 Buchsen und zuletzt noch ein Kartenleser für SD und Micro-SD. Alle Buchsen sind ab Werk mit Abdeckungen aus Gummi versehen, um sie vor Staubeinflüssen zu schützen. Etwas irritiert sind wir darüber, dass bei dieser ansonsten ordentlichen Ausstattung ein Reset-Button nicht den Weg in das Control-Panel des S1 gefunden hat.


Hinter den Bedienelementen befindet sich eine Besonderheit des Crow S1. Wie auch beim Fractal Design Define R5 ist hier ein großer Teil des Gehäusedeckels zu entfernen, damit darunter zwei 120er Lüfter oder ein 240er Radiator seinen Platz finden kann. Gehalten wird dieses gedämmte und im Gehäuseoberteil bündig versenkte Element durch einen rundum laufenden Magneten. Das Problem beim Entfernen des Deckels zum Beispiel beim Define R5: Staub findet seinen Weg in das Gehäuseinnere. Die Lösung von MS-Tech: Im Lieferumfang ist ein alternativer Staubfilter, ähnlich dem auf dem Thermaltake Suppressor F51, enthalten. Dieser lässt sich ebenfalls magnetisch an derselben Position wie zuvor die Abdeckung befestigen und verhindert effektiv, dass Staub durch die Öffnung am Gehäusedeckel eindringen kann. Eine ausgezeichnete Idee!


Die Rückseite des Gehäuses gestaltet sich wie bei den meisten Gehäusen unspektakulär: Das Netzteil findet seinen Platz an der Unterseite des Gehäuseinneren, von wo es durch einen Staubfilter geschützt von der Unterseite des Gehäuses aus Luft ansaugen kann. Darüber liegen sieben Slotblenden gefolgt vom Montageplatz für die ATX-Blende, neben der sich ein 120er Lüfter einsortiert. Dieser Lüfter lässt sich um drei Zentimeter in der Höhe versetzen, um eine optimale Ausrichtung zum CPU-Kühler zu erlangen. Auf Schlauchdurchführungen für eine mögliche Wasserkühlung verzichtet MS-Tech beim S1.


Die Gehäusewände lassen sich, nachdem jeweils zwei Rändelschrauben gelöst sind, kinderleicht aus ihren Schienen ziehen, in denen sie zuvor passgenau montiert waren. Beide Seitenwände sind mit großflächigen Dämmmatten ausgestattet und wirken sehr verwindungssteif.

Äußerlich also gibt es beim Crow S1 abgesehen vom unverständlicherweise fehlenden Reset-Button rein gar nichts zu bemängeln. Was folgt, ist die Beurteilung der inneren Werte.


Innenbetrachtung / Komponentenmontage:

Der Innenraum des MS-Tech Crow S1 wartet mit gleich mehreren Besonderheiten auf. Direkt ins Auge springt der völlig fehlende Laufwerkskäfig, sowohl für Festplatten, als auch für 5 1/4''-Geräte gibt es keinen Käfig, lediglich für die optischen Laufwerke sind Laschen mit Schrauböffnungen hinter den Blenden in der Front eingelassen. Auf diese Art gewinnt das Crow S1 großzügig Raum in der Länge für übergroße Grafikkarten, zudem wird der Luftstrom von den beiden 120er Lüftern in der Front aus in das Gehäuseinnere durch nichts gestört. Wo MS-Tech die Montage von Massenspeichern vorsieht, soll sich später zeigen, doch zunächst zu einer weiteren Besonderheit: Vom Montageplatz für das Netzteil ist schlichtweg nichts zu sehen, denn MS-Tech versteckt diesen Bereich in einem abgetrennten Abteil am Boden des Gehäuses, der nur von der Rückseite des Mainboardtrays zugänglich ist.


Das Mainboardtray ist mit passenden Bohrungen für Boards in den Maßen ATX, mATX und Mini-ITX versehen, dazu prangt ein sehr großzügiger Ausschnitt hinter dem Montageplatz der CPU im Metall des Mainboardträgers, so dass Custom-Kühler auch nach Montage des Boards problemlos montierbar sind. Die reichlich vorhandenen Kabeldurchführungen sind mit Gummitüllen ausgekleidet, so dass die Kabel unsichtbar hinter dem Mainboardträger verschwinden können. Zudem hat MS-Tech jeweils verschiedene Durchführungen für breite und schmale Mainboards vorgesehen, so dass jederzeit nur kurze Kabelwege im Sichtbereich zu überbrücken sind.

Auf der Rückseite des Mainboardtrays gibt es weitere interessante Dinge zu entdecken. Neben dem dort vorhandenen Montageplatz für das Netzteil fügen sich im gleichen "Abteil" zwei Schlitten für wahlweise 3.5 oder 2.5'' HDDs ein. Hinter dem Mainboardtray selbst ist ein weiterer Schlitten für eine einzelne SSD angebracht, der sich mittels Rändelschraube entfernen lässt, zudem können zwei SSDs auf der Vorderseite des Mainboardtrays verschraubt werden, so dass man auf insgesamt fünf Montageplätze für Festplatten oder SSDs kommt - das ist zwar objektiv betrachtet für die meisten Anwender genug, aber natürlich weitaus weniger als die meisten Gehäuse der Konkurrenz bieten.


Platz für Kabelmanagement bleibt hingegen mehr als genug auf dieser Seite des Gehäuses. Selbst die Kabel leistungsstarker Netzteile ohne modulares Kabelmanagement finden problemlos Platz.

Der Einbau unserer Testkomponenten läuft weitestgehend problemlos, lediglich beim Netzteil stoßen wir wie schon beim Crow Q1/B auf Probleme: Unser SuperFlower Atlas 480W mit seinen starren Anschlüssen für die modularen Kabelstränge passt nicht in das dafür vorgesehene Abteil und muss somit wieder einmal draußen bleiben - das Antec HCG 520W zieht wieder ein. Vorsicht also mit längeren Netzteilen oder solchen mit starren Kabelsträngen!

Die restlichen Testkomponenten von HDD über SSD zu Board und schließlich unserer 300mm langen HD3870 X2 lassen sich ohne Hindernisse montieren, hinter der überlangen Dual GPU ist noch immer fürstlichster Platz vorhanden - MS-Tech gibt immerhin satte 400mm als maximale Grafikkartenlänge an. Reichlich Platz ist auch für CPU-Kühler vorhanden: Ebenfalls großzügige 170mm sieht MS-Tech an dieser Stelle vor. Das Kabelmanagement im Gehäuse gelingt vorbildlichst - wir haben noch nie einen derart aufgeräumten Innenraum zu Gesicht bekommen, was eindeutig für kluges Platzieren der notwendigen Kabeldurchführungen auch in der Abtrennung zum Netzteil herunter spricht. Hilfreich sind zudem die reichlich mitgelieferten Kabelbinder zum Bändigen der hinter dem Mainboardtray verschwindenden Kabel.


Ebenfalls positiv: Die Kabellängen der zum Frontpanel führenden Verbindungen sind großzügig gewählt und reichen auch an die entlegensten Anschlüsse unseres Boards. MS-Tech war sich hierbei nicht zu schade, dem USB-3.0-Anschluss noch einen alternativen Stecker für interne USB2.0-Header mit auf den Weg zu geben - ein hübsches Gimmick für User älterer aber trotzdem noch ausreichend potenter Hardware, die ohne interne USB3.0-Plätze auskommen muss und ein Umstand den wir nur noch in bedauernswert wenig Gehäusen antreffen.

Und die Lüftersteuerung mit den drei ab Werk montierten Lüftern? Sie funktioniert hervorragend, die drei Stufen sind gut ausbalanciert, sie reichen von "lautlos" über "leise" bis hin zu "hörbar, aber mit deftigem Luftdurchsatz". Insgesamt lassen sich fünf Lüfter, also genau so viele wie maximal im Gehäuse verbaubar sind, über die Lüftersteuerung regeln, gruppiert in einmal zwei und einmal drei Exemplare.


Abschließende Gedanken:

Crow X3, Crow X7, Crow Q1/B - und jetzt Crow S1. Vor noch gar nicht allzu langer Zeit hätte man diesen vier Gehäusen von MS-Tech von vornherein den Stempel "billig" aufgedrückt, doch diese Zeiten haben sich nachhaltig geändert und sind zurecht Vergangenheit. Hätte man das Crow X3 und das Geschwistermodell X4 noch als Glückstreffer abtun können, musste man spätestens beim Crow X7 aufhorchen, wenngleich es noch auf derselben Basis wie die ersten beiden Crow-Modelle basierte. Das Q1/B ließ auch letzte Zweifler auf die gelungene Crow-Linie aufmerksam werden und das S1 setzt dem Ganzen nun die Krone auf, denn es ist das vorläufige Ende einer stetig besser werdenden Linie aus qualitativ überzeugenden Gehäusen.

Nachdem X3 und X4 eindeutige Gaming-Gehäuse mit viel Bling-Bling und auffälligem Äußeren waren und das X7 eine auf dem sehr guten Innenleben basierende, schlicht auftretende Evolutionsstufe darstellte, gelang MS-Tech mit dem Q1/B die Kreuzung der beiden Linien zu einem gleichzeitig zwar schlichten, aber dennoch außergewöhnlichen Gehäuse. Mit dem S1 nun kehrt MS-Tech zu den schlichten Linien des X7 zurück, verzichtet aber gänzlich auf das (wenngleich sehr gute) Grundgerüst des älteren Verwandten.

Mit einem vor gelungenen Ideen und Gimmicks nur so strotzendem Innenraum grenzt sich das Crow S1 nicht nur von den konzerneigenen Konkurrenten, sondern auch von den Produkten anderer Hersteller ab, mögen die äußerlichen Gemeinsamkeiten zu Award-Trägern wie Antec P100 / P280, Fractal Design Define oder Thermaltake Suppressor auch noch so umfangreich sein. Besonders hervorheben möchten wir an dieser Stelle die nahezu perfekten Möglichkeiten für das Kabelmanagement: Noch nie war es mit wenigen Handgriffen dermaßen aufgeräumt im Gehäuse, so intelligent sind die Kabelschächte und -durchführungen verteilt, selbst das Netzteil als Quelle für Kabelunordnung wird gar zur Gänze versteckt.

Doch auch an der Außenhaut finden sich intelligente Lösungen, genannt sei hier insbesondere das tauschbare, magnetisch gehaltene Element auf dem Gehäusedeckel: Wahlweise wird hier effektiv Schall gedämmt oder bei montierten Lüftern / montiertem Radiator vor eindringendem Staub geschützt - und das mit nur wenigen Handgriffen.

Das gesamte Gehäuse strahlt große Solidität aus, die Verarbeitung ist sorgfältig, alle Spaltmaße sitzen, nichts rappelt oder klappert, die Lüftersteuerung funktioniert tadellos, die ab Werk verbauten drei Lüfter verrichten ihr Werk leise und unaufgeregt.

Ist also das MS-Tech Crow S1 ein perfektes Gehäuse? Nein, leider nicht ganz. Denn bei all der Mühe, die sich MS-Tech mit dem Gehäuse gegeben hat, sind ihnen doch einige kleine Fehler unterlaufen. Warum zum Beispiel hat das S1 keinen Reset Button? Und warum ist trotz vergleichsweise langem Gehäuse der Raum für das Netzteil so arg begrenzt, dass wir wieder einmal das nichtmal wirklich überlange Atlas 480W gegen das Antec HCG 520W tauschen mussten? Und warum können maximal fünf Massenspeicher, von denen nur zwei 3.5'' HDDs sein dürfen, montiert werden? Natürlich, all diese Dinge sind verschmerzbar, doch auf dem hohen Niveau, auf dem sich das schallgedämmte Crow S1 bewegt, entscheiden solche Kleinigkeiten über die Art des zu erlangenden Awards.

Unter dem Strich aber überwiegen hier ganz klar die äußerst positiven Anlagen des S1, so dass wir gar nicht umhin kommen, unseren begehrten Gold-Award zu zücken - denn Wünsche bleiben beim jüngsten Crow-Sprössling eigentlich kaum offen. Doch, einen hätten wir: Liebe Damen und Herren von MS-Tech, wenn ein derart ausgezeichnetes, durchdachtes Kabelmanagement in einem Gehäuse verwirklicht wird, ist doch sicherlich auch eine Variante mit Sichtfenster in der Pipeline. Oder?



Fazit:

Das MS-Tech Crow S1 schlägt ein weiteres Kapitel in der steigend erfolgreichen Geschichte um die Crow-Serie der Gehäusespezialisten aus Deutschland auf. Das S1 strotzt vor Qualität und durchdachtem Aufbau, die guten Ideen wiegen die wenigen Unzulänglichkeiten bequem auf, insbesondere die Kabelmanagementmöglichkeiten suchen ihresgleichen. MS-Tech hat sich mit dem schallgedämmten, schlichten neuen Sprössling der Crow-Serie einen weiteren Gold-Award redlich verdient. Und um das zu betonen: Gute Geschichten brauchen Fortsetzungen! Weiter so!


Das MS-Tech Crow S1 ist ab sofort ab ca. 71 Euro im Handel erhältlich.

Zur Forumsdiskussion geht es hier entlang: https://www.techusers.de/threads/diskussion-ms-tech-crow-s1-kabelmanagement-in-perfektion.67149/
 
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Krypton

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#3
Scheint echt ein solides Gehäuse zu sein. Mir gefällt der magnetische Deckel sehr. Staubfilter sind umständlich zu säubern. Wenn oben also keine Lüfter verbaut sind, ist der Deckel definitiv die bessere Lösung. Zudem gibts keine Scharniere, die kaputt gehen können.
 
K

klause

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#4
Das Gehäuse scheint solide zu sein, nur der 3-stufigen Lüftersteuerung würde ich nicht trauen.
Bei den meisten Gehäusen die diese 3-stufige Lüftersteuerung verbaut haben handelt es sich um denselben Typ, und der ist sehr kurzlebig wie ich selber schon paarmal mitbekommen habe.Wenn man ein paarmal hin und herschaltet funktionieren die meistens nicht mehr Für 71.-€ macht man sicherlich nichts falsch, aber wenn später eine Lüftersteuerung nachgekauft werden muß relativiert sich das wieder. Kabelmanagment soll gut sein, ich lese aber nicht was das Gehäuse Platz hat zwischen Mainboardrückwand und Seitenwand.
 
P

pedi 123

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#5
schönes case, gefällt mir ebenso wie der test.
bevor ich den preis im letzten post gelesen habe, hatte ich es weit über 100,- geschätzt.
 
K

klause

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#6
fehlender Rest-Button ist ein No-Go heutzutage, auch in dieser Preisklasse.
Die Gummitüllen für die Kabeldurchführung sind bei diesen Billig-Gehäusen meist der Knackpunkt.Wenn zuviel Kabel durchgeführt werden lösen sich die oft vom Blech weil die Langlöcher oft zu groß ausgestanzt werden und die Gummitüllen zu locker im Blech sitzen.
Ein schlichtes Gehäuse was minimalste Ansprüche gerecht wird, den Preis finde ich in Anbetracht dessen das eine Resetfunktion gar nicht vorhanden ist zu teuer. Mehr wie 60.-€ wäre mir das Teil nicht wert. Und für die Vergabe eines Gold-Award hätte man schon auch den Sitz der Gummitüllen überprüfen können und ob alle Kanten entgratet sind.
 

NJay

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#7
Habe mir letzte Woche das Define R5 bestellt. Sieht dem hier getesteten sehr ähnlich, wobei ich das Define etwas schöner finde. Cool finde ich hingegen die Möglichkeit, auch 3,5 Zoll Festplatten versteckt zu verbauen. Der fehlende Resetknopf ist für mich kein Argument, ein langer druck auf den Anschalter bring den PC auch immer zum neustarten.

Das S1 muss sich in der Preisklasse aber mit dem Define S messen, welches ich durch das schönere Design und die 140mm Lüfter aber jederzeit vorziehen würde. Auch beim Define S kann man die 3,5 Zoll Festplatten verstecken, zusätzlich bekommt man aber noch Möglichkeiten eine WaKü sinnvoll zu verbauen. Auf die Lüftersteuerung muss man aber verzichten.
 
K

klause

Guest
#8
Der fehlende Resetknopf ist für mich kein Argument, ein langer druck auf den Anschalter bring den PC auch immer zum neustarten.
Der Ein-/Aus-Taster ist nach 5 sek kein Software Reset, sondern das Bios schaltet daraufhin das Netzteil hart aus,ohne vorab irgendwelche Software zu informieren. Der Reset-Schalter ist leider auch kein Hardware Reset, das Bios springt nur in die Startsprungadresse und fängt mit der Arbeit an. Dabei wird viel von der Hardware neu initialisiert, aber ein Hardware Reset wie bei einem fehlendem Resetknopf durch die Powertaste ist nur das Ausschalten und wieder Einschalten, da wird nix initialisiert, deswegen in meinen Augen eher schädlich für die Hardware bei diesen Lastverhältnissen. Deswegen tendiere ich viel lieber zu einem Gehäuse mit Resetknopf
 
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Blizard

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#9
Die Vorstellung Von diesem Gehäuse ist gut gemacht.Es wird auch sicher sein Käufer finden.Die erwähnten Unzulänglichkeiten sind bei anderen Herstellern auch zu finden..Es wurden deshalb scheinbar nicht alle Stern vergeben.
 

F-ZeRo

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#10
Sehr schönes Review!

Ich finde solche Gehäuse einfach schick! Kein Geschnörkel, keine unnötigen LEDs, passt.
Wie sieht es allerdings mit der Tür aus? Ist das eine "massive", verwindungssteife Tür? Oder ähnlich wie bei meinem alten Gehäuse nur eine Art Plastik?
Ich fand, dass das den wertigen Eindruck etwas gesenkt hat :-(

Ansonsten ist die Idee mit der Abtrennung des Netzteils und Festplatten richtig gut. Hätte ich mir bei meinem LianLi auch gewünscht..

LG
Pascal
 
K

klause

Guest
#11
Die Verkleidung oder Abtrennung des Netzteils mit eines abgekanteten Blechs ist sicher Geschmacksache.
Ein Lochblech wäre auch nicht schlecht gewesen. Ich sehe halt lieber was ich eingebaut habe, ansonsten kann ich mir gleich ein Gehäuse ohne Sichtfenster kaufen.
 
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